
Sich nicht mehr kleinmachen
Warum wir uns selbst kleiner machen, als wir eigentlich sind
Du hast eine Meinung – sagst sie aber lieber nicht. Du hast eine Idee – und fragst dich sofort, ob sie überhaupt gut genug ist. Du möchtest etwas verändern – wartest aber erst einmal ab, was andere darüber denken.
Sich kleinzumachen passiert oft ganz unauffällig. Wir sprechen vorsichtiger, relativieren unsere Erfolge, entschuldigen uns für unsere Wünsche oder verzichten darauf, etwas einzufordern, obwohl es uns wichtig ist.
Nicht unbedingt, weil wir nicht wissen, was wir wollen. Sondern weil es manchmal sicherer erscheint, nicht zu laut, nicht zu sichtbar und vor allem nicht „zu viel“ zu sein.
Warum besonders Frauen gelernt haben, sich zurückzunehmen
Viele Frauen wachsen mit Erwartungen auf, die auf den ersten Blick positiv wirken: Sei verständnisvoll. Nimm Rücksicht. Sei hilfsbereit. Sorge dafür, dass es allen gut geht.
Schwierig wird es, wenn daraus die Überzeugung entsteht, die eigenen Wünsche dürften niemals unbequem für andere sein. Dann wird aus Rücksicht Anpassung und aus Bescheidenheit das Gefühl, den eigenen Erfolg lieber nicht zu deutlich zeigen zu dürfen.
Wer sich über Jahre daran gewöhnt hat, Erwartungen zu erfüllen, braucht manchmal Mut, um überhaupt wieder zu fragen: Was will eigentlich ich?
Hör auf, auf Erlaubnis zu warten.
Woran du erkennst, dass du dich selbst kleinmachst
Du relativierst deine Erfolge
Statt stolz auf dich zu sein, erklärst du lieber, warum das alles eigentlich gar nicht so besonders ist.
Du hältst deine Meinung zurück
Du weißt, was du sagen möchtest, entscheidest dich aber für die Version, die möglichst niemanden stört.
Du wartest auf Zustimmung
Eine Idee fühlt sich erst dann wirklich richtig an, wenn andere sie ebenfalls gut finden.
Du entschuldigst dich für deine Wünsche
Sobald du etwas für dich möchtest, entsteht das Gefühl, dich dafür erklären zu müssen.
Du vermeidest Sichtbarkeit
Du möchtest gesehen werden – und hast gleichzeitig Angst davor, was andere über dich denken könnten.
Du passt deine Ziele nach unten an
Nicht weil du weniger möchtest, sondern weil größere Ziele plötzlich vermessen oder unrealistisch erscheinen.
Du darfst Raum einnehmen
Raum einzunehmen bedeutet nicht, andere Menschen zu verdrängen. Du musst nicht lauter als alle anderen werden, um dich selbst ernst zu nehmen.
Es geht darum, deine Meinung nicht automatisch zurückzuhalten, deine Wünsche auszusprechen und Entscheidungen nicht ständig davon abhängig zu machen, wie angenehm sie für dein Umfeld sind.
Dabei begegnet uns häufig Scham (Link auf: Scham überwinden). Denn sichtbar zu werden bedeutet auch, bewertet werden zu können. Genau deshalb kann es sich zunächst ungewohnt oder sogar unangenehm anfühlen, alte Rollen zu verlassen.
Mach dich nicht kleiner, damit andere sich wohler fühlen.
Du brauchst nicht die Zustimmung aller
Es wird Menschen geben, die deine Entscheidungen verstehen. Andere werden sie vielleicht kritisieren. Manche werden sich wundern, wenn du plötzlich Grenzen setzt, größere Ziele formulierst oder Dinge nicht mehr selbstverständlich übernimmst.
Das lässt sich nicht vollständig verhindern.
Freiheit entsteht deshalb nicht erst dann, wenn niemand mehr etwas gegen deinen Weg einzuwenden hat. Sie entsteht, wenn die Meinung anderer nicht mehr darüber entscheidet, welchen Weg du gehen darfst.
Auch Nein sagen ohne Schuldgefühle kann ein Teil davon sein. Denn dich nicht mehr kleinzumachen bedeutet auch, nicht ständig verfügbar sein zu müssen und deine eigenen Grenzen ernst zu nehmen.


Es ist Zeit, unverschämt du selbst zu sein
Im Club der unverschämten Weiber geht es um Frauen, die sich nicht länger fragen möchten, ob sie zu laut, zu ambitioniert, zu sichtbar oder einfach „zu viel“ sind.
Gemeinsam mit Catherina, Veronika und anderen Frauen entsteht ein Raum, in dem du alte Erwartungen hinterfragen, größer denken und ausprobieren kannst, wie es sich anfühlt, dich nicht ständig selbst zurückzuhalten.
Nicht um eine neue perfekte Version von dir zu erschaffen. Sondern um dir immer öfter zu erlauben, die Frau zu sein, die längst da ist.
Catherina